Dienstag, 4. Oktober 2016

Rezension │ '' Die unsichtbare Bibliothek'' - Genevieve Cogman





Titel: Die unsichtbare Bibliothek
Autor: Genevieve Cogman
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 427
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Fantasy
Preis: € 14,99 [D]
Meine Wertung: 3,5





"Was ein Mensch bewirken kann, vermag ein anderer zunichtezumachen."



Klappentext: Die unsichtbare Bibliothek - ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben. Irene Winters ist eine von ihnen. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm’schen Märchen aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird nur allzu schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Und die anderen Interessenten gehen über Leichen, um zu bekommen, was sie wollen ...

Meinung:  
Das Cover in Verbindung mit dem Klappentext hat mich sofort davon überzeugt, mir gleich die ersten zwei Bände von der Trilogie, zu kaufen.Meiner Meinung nach ist es wunderschön, vor allem weil eine Karte darauf abgebildet ist. Bei dem Inhalt des Buches handelt es sich um eine geheime Bibliothek, welcher Bibliothekare dienen und dieser besondere Bücher beschaffen sollen, so auch die Protagonistin,  Irene. Dabei kommt es nicht selten zu einem Identitätswechsel und das Reisen in verschiedene Parallelwelten ist ebenfalls ein Bestandteil der ganzen Aufgabe
Die Idee des Buches fand ich unglaublich spannend, interessant und einzigartig und musste dementsprechend bei der Wahl des Kaufes nicht lange überlegen. Die Grundidee ein Undercover-Spion zu sein, in Parallelwelten zu reisen und Magie betreiben zu können, um einzigartige und wertvolle Bücher zu beschaffen, lässt mein Herz und das vieler anderer Bücherwürmer viel höher schlagen. 
Bei meinem  ersten Versuch dieses Buch zu lesen, war ich ein wenig verwirrt von der Geschichte und alles mit der Bibliothek verbundene. Aus dem Grund habe ich mich dazu entschlossen, das Buch noch einmal von vorne anzufangen. Mit ein bisschen mehr Konzentration hat es dann auch geklappt. Eines fällt beim Lesen des Buches sofort auf, und zwar das bestimmte Begriffe wie: Bibliothek, Sprache, Parallelwelten etc hervorgehoben werden, dies ist am Anfang sehr hilfreich um die Geschichte und Idee besser verstehen zu können, jedoch finde ich nicht, dass dies hätte durchgehend weiter geführt werden sollen. Bei Begriffen die in einem Buch sehr häufig benutzt werden ist es nicht unbedingt von Vorteil, diese noch dick markiert hervorzuheben.
Ein weiterer Aspekt welcher mich verwirrt hat, ist die ''Chaos-Verseuchung'', die Idee dahinter finde ich passend, jedoch hat mich die Umsetzung dessen mehr durcheinander gebracht als mich zu fesseln. 
In der Geschichte wird eine neue Idee einer Welt der Bibliothek erklärt, dazu sind zudem noch Wesen wie Werwölfe, Vampire und Elfen mit in der Geschichte verwickelt. Die Protagonisten, Irene und ihr Lehrling Kai befinden sich auf einer neuen Mission in einer Steampunk-Version des viktorianischen Londons. Dabei ist zu sagen, dass ich mit dem Steampunkstil wirklich nicht klar gekommen bin und dieses mich ebenfalls verwirrt hat. Das Chaos, welches in der bestimmten Parallelwelt unter anderem auch als mechanische Alligatoren oder riesige elektrische Tausendfüßler vorkamen, harmonieren meiner Meinung nach nicht mit den bereits genannten verschiedenen Wesen . Hätte man das Chaos der jeweiligen Parallelwelt anders dargestellt, wäre mir womöglich das Lesen einfacher gefallen. Die Sprache, welche ein wichtiger Teil der Bibliothek ist, fand ich interessant und zu der Idee passend, jedoch habe ich diese bis zum Ende nicht vollkommen verstanden. Im Laufe des Buches erfährt man immer mehr von der Bibliothek, das System dessen und unter anderem auch die Gründe dafür wertvolle Bücher zu beschaffen. 
Was mir an dem Buch sehr gefiel war der Humor der Autorin. Ich musste öfters schmunzeln, da es witzig war und sarkastische Witze nicht fehlten. Es fiel mir einfach mich sowohl in Irene als auch Kai hineinzuversetzen, und auch wenn man vermutet, dass es romantisch in dem Buch zugehen wird, so ist dies leider nicht der Fall, da es bis auf einen Moment, keine Romantik vorzufinden ist. Es hat mir Spaß gemacht mich mit Irene und Kai auf die Suche nach dem seltenen Grimm Märchenbuch zu machen und bei ihrem Abenteuer gegen andere böse Mächte dabei zu sein. Zudem hat der Plot ein paar sehr schöne Wendungen, welche nicht vorherzusehen sind und das Interesse an dem Verlauf der weiteren Geschichte neu erwecken.

Fazit: Alles in allem fand ich die Grundidee der Geschichte super interessant, die Umsetzung jedoch nicht wirklich gelungen. Trotz dem Fakt, dass es einfach zu lesen ist, fand ich das Buch nicht fesselnd und es gab keinen Moment indem ich dieses nicht hätte zur Seite legen können. 
Jeder der kein Problem hat, sich beim Lesen voll und ganz sich auf die Geschichte zu konzentrieren und Bücher liebt, sollte dieses Buch lesen. Außerdem sollte man Fantasy und Steam-punk sehr mögen, ansonsten ist dies womöglich nichts für euch. Ich selbst liebe Fantasy, doch dies war mir ein bisschen zu viel.
Ich werde, da ich den zweiten Teil der Trilogie bereits besitze, diesen noch lesen, jedoch bezweifle ich , dass ich mir auch noch den dritten Band holen werde. Aus den Gründen vergebe ich dem Buch, ''die unsichtbare Bibliothek'' verfasst von Genevieve Cogman nur 3,5 von 5 Farbklecksen.